Systemeigenes Windows-Wörterbuch bearbeiten

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Windows-Wörterbuch suchen
Öffne den Windows-Explorer. In der Adressleiste gibt man als Speicherort ein:
%appdata%\Microsoft\Spelling\de-DE
Den in Prozentzeichen eingeschlossenen Variablennamen löst der Dateimanager auf, sodass man sich nach einem Druck auf die Enter-Taste im passenden Ordner des gerade angemeldeten Benutzers befindet.

Windows-Wörterbuch mit einem Editor öffnen
Hier sieht man drei Dateien, von denen default.dic die für unsere Zwecke richtige ist. Da es sich um eine reine Textdatei handelt, wähle einen entsprechenden Editor aus. Wenn man keine eigene Anwendung installiert hat, geht das am einfachsten im Windows-eigenen Editor.


Apps wie Windows Mail greifen auf das per Default aktivierte Systemwörterbuch zu, das unabhängig von dem in Microsoft Office funktioniert. Unbekannte oder falsch geschriebene erkannte Begriffe sind rot unterkringelt.


Ein Rechtsklick auf ein moniertes Wort genügt, und Sie können es dem Wörterbuch hinzufügen. Im Eifer des Gefechts kann es aber passieren, dass Sie eine falsch geschriebenen Begriff aufnehmen.


In diesem Fall starte den Windows-Explorer. Dort trägt man als Speicherort den Pfad „%appdata%\Microsoft\Spelling\de-DE“ ein und drücke Enter.


Anschließend gelangt man automatisch ins richtige Verzeichnis. Hier sieht man drei Dateien, von denen man das Dokument „default.dic“ bearbeiten muss. Die Abkürzung (Extension/Dateityp) *.dic ist die Bedeutung für dictioniary.


Hat man das Dokument doppelgeklickt, öffnet sich beim ersten Mal ein Dialog, weil der Dateityp noch mit keiner Anwendung verknüpft ist. Der Windows-eigene Editor reicht für einfach Bearbeitung vollkommen aus.


Jedes aufgenommene Wort steht in einer eigenen Zeile. Nachdem man die erforderlichen Korrekturen vorgenommen hat, speichert man die Datei wieder.

Je nach Windows-Konfiguration kann es sein, dass die erste Zeile der Wörterbuchdatei mit „#LID“, gefolgt von einer Nummer beginnt. Diese Language-ID, zum Beispiel 1031 für Deutschland, darf weder gelöscht noch geändert werden.

Jedes Wort steht in einer separaten Zeile, daher entfallen Trennzeichen wie ein Komma oder Semikolon. Nun hat man die Möglichkeit, das falsch erfasst Wort zu löschen oder zu korrigieren. Anschließend die Datei nicht vergessen zu speichern.

Windows-Wörterbuch editieren
Sollte die erste Zeile des Wörterbuch mit einem Eintrag wie #LID 1031 beginnen, darf diese keinesfalls gelöscht oder editiert werden. Das ist der von Microsoft vergebene länderspezifische Sprachcode (Language-ID beziehungsweise Locale-ID). Beispielsweise steht 1031 für Deutschland, 1033 für die USA und 2054 für Großbritannien. Eine Übersicht die Zuordnung der IDs zu Ländern findet man in dieser Tabelle des Microsoft Developer Networks (MSDN).