Defragmentierung [defragmentation]

Unter Fragmentierung (Fragment = Bruchstück) versteht man die verstreute Speicherung von logisch zusammengehörigen Datenblöcken des Dateisystems auf einem Datenträger, was als Spezialfall der allgemeinen Speicherfragmentierung betrachtet werden kann. Bei Speichermedien mit sequentiellem Zugriff wie beispielsweise Festplatten kann Fragmentierung zu einer spürbaren Verlangsamung der Lese- und Schreibvorgänge führen.

Unter Defragmentierung versteht man die mit speziellen Programmen durchführbare Neuordnung von fragmentierten Datenblöcken auf dem Speichermedium, so dass logisch zusammengehörige Datenblöcke möglichst aufeinanderfolgend auf dem Datenträger abgelegt werden. Dies kann den sequentiellen Zugriff beschleunigen und damit die Arbeitsgeschwindigkeit des gesamten Systems erhöhen.

Bootfähige CD/DVD

Seit Definition der von IBM und Phoenix festgelegten El-Torito-Spezifikation Mitte der 90er-Jahre ist das Booten von CDs bzw. DVDs möglich. Bei dieser Spezifikation handelt es sich um eine Erweiterung des ISO-9660-Standards, die es erlaubt, eine bootfähige Session (vgl. Multisession) auf de Medium unterzubringen (zumeist zusätzlich zu einer weiteren „Datensession“). Die Bezeichnung stammt von dem Restaurant „El-Torito-Grill“ in Irvine, Kalifornien, in dem das Verfahren auf einer Serviette von den beteiligten Personen entworfen wurde. Um von einem gängigen CD-/DVD-Laufwerk booten zu können, muss das BIOS des PCs dieses unterstützen – und unter Umständen auch entsprechend konfiguriert sein (ist aber seit Jahren Standard).

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boot.ini/BCD

Die im Stammverzeichnis der Systemplatte liegende Datei boot.ini ist eine Konfigurationsdatei von Windows XP und seinen Vorgängern (aber nicht mehr bei Windows Vista/7 oder älteren Versionen). Mit ihr bestimmen diese Betriebssysteme, von welcher Partition sie starten bzw. gestartet werden können. Die Informationen in der boot.ini werden dazu von vom Windows-Bootprogramm ntldr (NT-Loader) ausgewertet, das wie die boot.ini versteckt im Stammverzeichnis des Laufwerks liegt. Kommt es zu Fehlern in der Datei oder ändert man die Reihenfolge der bootfähigen Partitionen auf einer Festplatte, ohne dies in der boot.ini zu berücksichtigen, können diese Windows-Versionen nicht mehr starten, weil sie „ihre“ Partition nicht mehr finden.

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Backup [Ersatz, Datensicherung]

Unter einem Backup versteht man die Kopie von Datenbeständen (Dateisicherung) auf zusätzliche Datenträger, um im Fall der Zerstörung des Dateninhalts oder des Datenträgers einen möglichst geringen Datenverlust zu erleiden. Das Wiederherstellen von Daten aus einem Backup wird Restore genannt. Für die Sicherung einer speziellen Partition, die (möglichst) nur das Betriebssystem und Anwendungsprogramme enthält, hat sich der Begriff Systembackup eingebürgert. Demgegenüber spricht man von Datenbackup, wenn bevorzugt die eigenen Daten – also Dokumente – gesichert werden. Man unterscheidet diese beiden Typen, weil es in der Praxis sinnvoll ist, diese Datentypen getrennt bzw. unterschiedlich zu sichern. Unter Partition ist ausführlich erläutert, wie man dafür ein System optimal aufteilen sollte. Backups können ansonsten auf allen Arten von Datenträgern gespeichert werden. Bei den sehr großen Datenbeständen von Servern sind teilweise spezielle Bandlaufwerke (Streamer) üblich, weil Magnetbänder ein gutes Preis-Leistungs- bzw. Preis-zu-Speichermenge-Verhältnis bieten. Für Privatanwender sind Streamer aber uninteressant – stattdessen empfehlen sich DVD-Writer und

Auslagerungsdatei [swap file]

Auslagerungsdatei, die; Subst. (swap file) Eine versteckte Datei auf der Festplatte, die von Windows zur Speicherung von nicht in den Hauptspeicher passenden Programmteilen und Dateien verwendet wird. Je nach Bedarf verschiebt das Betriebssystem die Daten aus der Auslagerungsdatei zurück in den Hauptspeicher. Der umgekehrte Vorgang erfolgt, wenn im Hauptspeicher Platz für neue Daten benötigt wird. Die Auslagerungsdatei ist eine Form des virtuellen Speichers. Die Speicherverwaltung eines modernen Betriebssystems kann den ihr zur Verfügung stehenden Arbeitsspeicher virtuell vergrößern, indem nicht benötigte Speicherbereiche in eine Auslagerungsdatei auf die Festplatte „ausgelagert“ und bei Bedarf – im Austausch mit anderen Bereichen im RAM – wieder eingelesen werden. Der so erzeugte zusätzliche Arbeitsspeicher wird virtueller Arbeitsspeicher [virtual memory] genannt. Er wird immer dann wichtig, wenn der vorhandene physikalische Arbeitsspeicher (RAM) für Programmmodule und Dokumentdaten nicht ausreicht. Da der Zugriff auf eine Festplatte deutlich langsamer ist als auf das RAM (ca. Faktor 100), wird ein Rechner deutlich in seiner