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DDR-RAM – auch DDR-SDRAM genannt – ist die Bezeichnung für einen Arbeitsspeichertyp für den PC, der technisch auf einer Weiterentwicklung früherer SDRAM-Technik beruht. Darüber hinaus wurde DDR-RAM auch als Grafikkartenspeicher eingesetzt.
Die Einführung von DDR-RAM wurde mit der Etablierung von Prozessoren mit Taktfrequenzen grösser 1 GHz notwendig, da für diese die SDRAM-Speichertechnik zu langsam wurde. Durch die Verwendung von DDR-RAM steigt bei vergleichbarer Systemumgebung die Gesamtgeschwindigkeit um ca. 10 %, bein anspruchsvollen Computerspielen bis zu 30 %. Die Abkürzung DDR steht für Double Data Rate [doppelte Datenrate], womit eine Verdoppelung der Datenrate durch gleichzeitige Datenübertragung bei steigender und fallender Signalflanke gemeint ist. Die Verdoppelung der Zugriffsgeschwindigkeit wurde ohne aufwendige Änderungen an der Technik für die Speicher- und Mainboard-Herstellung erreicht, sodass DDR-RAM-Speicher zwar schneller, aber nicht teurer wurden als ihre Vorgänger.

Bei den Bezeichnungen für die Speichertypen dieser Generation herrscht etwas Unübersichtlichkeit. SDRAMs werden in Anlehnung an die tatsächliche Front-side-Bus-Taktung als PCxxx-Module bezeichnet (z. B. PC100, PC133). Bei DDR-RAM’s sind zwei Bezeichnungen üblich: eine, die sich auf den nominellen Speichertakt bezieht (z. B. DDR 400 mit einer echten physikalischen Taktung von 200 MHz), und eine alternative Bezeichnung, die den Wert der maximalen Übertragungsrate in MByte/s (z. B. PC2100, vgl Tabelle). Durch die Fähigkeit moderner Prozessoren bzw. Chipsätze, die Speicherbausteine über ein oder zwei Kanäle anzusprechen und pro Takt zwei Datenpakete zu übertragen, sind die Zasammenhänge zwischen den tatsächlichen Taktunge und den (werbemässig ausgelegten) Bezeichnungen der Speicher oft verwirrend.