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Das Datenformat definiert die Art und/oder die Struktur von Daten. Durch verschiedene Formate lassen sich damit auch Datentypen definieren. Während z. B. unformatierter Text in einem einfachen Textverarbeitungsprogramm nur durch eine reine Zeichenkette dargestellt wird, wird im Datenformat einer komplexeren Textverarbeitung auch die Formatierung der Zeichen und des Textes festgelegt. Im Datenformat von Grafiken sind z. B. die Anzahl der Bildpunkte und Bildzeilen sowie eventuelle Kormprimierungsverfahren festgelegt. Datenformate sind für die gezielte Speicherung und Verarbeitung von Informationen im Computer unerlässlich. Vgl. Veriefung Audioformate, Grafikformate und Videoformate (digitale).
Beispiele
Sich auf das Format von Datenfeldern beziehende Beispiele sind: Zeichen (wie ABC usw.), Ziffer 0 bis 9 gemäß Zeichensatz, Binärzahl, Gleitkommazahl, „gepackte“ Zahlen (eine Ziffer je Halbbyte), Logisch 0 oder 1 und andere, die je nach Programmiersprache unterschiedlich genannt werden, zum Beispiel numeric, text, VARCHAR, Integer oder INT, long integer oder ähnlich.
Das ‚Datenformat‘ umfasst für solche „Datentyp-basierten“ Datenfelder weitere Angaben wie: Die Länge des Datenfelds, die Anzahl von Dezimalstellen, die Art der Darstellung (z. B. ‚-‚ oder rot bei Minus, Tausenderpunkt(e), Leerzeichen für führende Nullen …), welche Werte das Feld annehmen kann (wie positiv/negativ) sowie andere sprachspezifische Angaben.
Anwendungsspezifische Datenformate (= Dateiformate) beschreiben die Struktur von Datenbeständen. Beispiele sind für SEPA das Datenformat „EBICS“ (Electronic Banking Internet Communication Standard), „GIS-Datenformate“ oder das „Q-DAS ASCII Transferformat“.
IT-technisch definierte Daten-/Dateiformate sind zum Beispiel CSV, RTF und JPEG.
Formatfestlegungen sind entsprechend dem tatsächlichen Format von Daten in Datenbeständen im Quelltext von Programmen zu deklarieren und mit für das jeweilige Format geeigneten Programmbefehlen (etwa zur Addition binärer Zahlen) zu verarbeiten.