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„Cloud“ ist ein Schlagwort, das für die Verlagerung von Software und Informationen weg von einer lokalen Quelle hin zu einem globalen, jederzeit und überall erreichbaren Netz steht. Da dieses „Netz“ etwas undefinierbar ist bzw. von jedem ein wenig anders definiert bzw. umgesetzt wird, spricht man etwas „nebulös“ von einer Wolke, Sozusagen ein etwas schwammiges, unscharfes Objekt, das eine Vielzahl von Eigenschaften und Funktionen haben kann.
Die Antithese zur Cloud ist ein klassischer PC, auf dem Betriebssystem und Anwendungen installiert und alle Daten gespeichert sind. Programme, Dokumente, Bilder, E-Mails usw. befinden sich also alle auf der lokalen Festplatte. Bei der Cloud ist es genau andersrum, denn die Daten sind auf irgendwelchen Servern im Internet gespeichert. Wo das genau ist, darum muss sich der Benutzer keine Sorgen machen. Er kann sie einfach jederzeit und von überall her abrufen und dafür auch verschiedenartige Geräte verwenden. Auch Software ist nicht mehr lokal installiert, sondern als Web-2.0-Anwendung im Netz gespeichert. Die Programme werden als (dynamische, komplexe) Webseiten angezeigt und ausgeführt. Alles was der Anwender benötigt, ist ein Webbrowser, selbst das darunterliegende Betriebssystem kann beliebig sein.
Zurzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase vom klassischen PC hin zur Cloud. Viele Menschen benutzen schon alltäglich Cloud-Technologien, oft ohne sich dessen bewusst zu sein. Wenn man z. B. sein E-Mail-Postfach per Webbrowser liest, benutzt man die „Cloud“. Auch Social Websites oder Online-Bilderdienste wie Flickr gehören dazu. Vollständige Umsetzungen der Cloud-Technologie sind bislang aber höchsten in begrenzten Szenarien wie z.B. im Umfeld vom Firmen-IT möglich.