Die Abtasttiefe gibt an, wie genau Informationen bei der Digitalisierung eines analogen Signals (Audio-, Bild, Videosignal) erfasst werden können. Die Abtasttiefe bestimmt beispielsweise die Dynamik digitaler Audiodateien oder die Farbtiefe von Bildern. Vgl. auch Abtastrate. Moderne Scanner ermöglichen beispielsweise die Erfassung von Fotos und ähnlichen Vorlagen mit mehr als den bisher üblichen 8 Bit pro Kanal (entspricht 24 Bit für ein RGB-Farbfoto). Oft findet man Abtasttiefen von 14 Bit pro Kanal, was bei RGB-Farbfotos 3×4=42 Bit ergibt. Man sollte allerdings beachten, dass die Verwendung dieser werbeträchtigen Option zu deutlich vergrößerten Bildern führt. Wenn die Vorlage nicht (wie bei einem Dia) genügend Details zur Verfügung stellt, ist eine solchermaßen erhöhte Abtasttiefe eher kontraproduktiv. Zumal die nachträgliche Bearbeitung solcher Bilder in Bildbearbeitungsprogrammen häufig noch limitiert ist oder gar nicht unterstützt wird.
Kategorie: Scanner
Abtastrate [sampling rate]
Die Abtastrate gibt an, wie oft bzw. dicht eine bestimmte Messung bezogen auf eine Zeitspanne oder eine räumliche Dimension durchgeführt wird (vgl. Sampling). Üblich ist diese Angabe unter anderem bei der Digitalisierung von Klängen und Tönen oder beim Einlesen eines Bildes in den Rechner durch einen Scanner. Die Abtastrate ist durch die jeweilige Konstruktion und die Funktion des Geräts vorgegeben. Vgl. auch PCM-Verfahren und Abtast-tiefe. Bein einem Scanner wird z.B. eine Zeile einzelner Lichtempfänger (eine CCD-Zeile) über eine Vorlage bewegt. Senkrecht zur Bewegungsrichtung ist die Abtastrate durch die Zahl der Lichtempfänger pro Längeneinheit gegeben. In Bewegungsrichtung ergibt sich die Abtastrate durch das periodische Auslesen der CCD-Zeile und die Geschwindigkeit der Bewegung. Die Abtastrate eines Scanners wird meist in Bildpunkten pro Längeneinheit für die beiden Richtungen angegeben. Eine Abtastrate von 300 dpi in x- und y-Richtung gibt an, dass der Scanner in beiden Richtungen 300 Punkte pro Inch abtasten kann. Die