Desktop [„Schreibtisch“]

Der Desktop (Schreibtischoberfläche) soll in grafischen Betriebssystemen wie z.B. Windows oder Mac die unterste Ebene der grafischen Oberfläche eines Computers bezeichnen. Auf ihm befinden sich unter Windows etwa der Arbeitsplatz und der Papierkorb und es können auch weitere Applikationen darauf gesetzt werden. Geöffnete Fenster verdecken den Desktop, wie es beispielsweise ein Papierblatt auf einem Schreibtisch auch tut.

Ebenfalls als Desktop werden Kleincomputer bezeichnet, die konzeptionell grundsätzlich zum Platzieren auf der Tischoberfläche bestimmt sind. Dies im Gegenteil zu Großcomputern oder sonstigen Rechenanlagen, die dies wegen ihren Außenmaßen prinzipiell als nicht praktikabel erscheinen lassen, tragbaren Laptops usw.

Defragmentierung [defragmentation]

Unter Fragmentierung (Fragment = Bruchstück) versteht man die verstreute Speicherung von logisch zusammengehörigen Datenblöcken des Dateisystems auf einem Datenträger, was als Spezialfall der allgemeinen Speicherfragmentierung betrachtet werden kann. Bei Speichermedien mit sequentiellem Zugriff wie beispielsweise Festplatten kann Fragmentierung zu einer spürbaren Verlangsamung der Lese- und Schreibvorgänge führen.

Unter Defragmentierung versteht man die mit speziellen Programmen durchführbare Neuordnung von fragmentierten Datenblöcken auf dem Speichermedium, so dass logisch zusammengehörige Datenblöcke möglichst aufeinanderfolgend auf dem Datenträger abgelegt werden. Dies kann den sequentiellen Zugriff beschleunigen und damit die Arbeitsgeschwindigkeit des gesamten Systems erhöhen.

boot.ini/BCD

Die im Stammverzeichnis der Systemplatte liegende Datei boot.ini ist eine Konfigurationsdatei von Windows XP und seinen Vorgängern (aber nicht mehr bei Windows Vista/7 oder älteren Versionen). Mit ihr bestimmen diese Betriebssysteme, von welcher Partition sie starten bzw. gestartet werden können. Die Informationen in der boot.ini werden dazu von vom Windows-Bootprogramm ntldr (NT-Loader) ausgewertet, das wie die boot.ini versteckt im Stammverzeichnis des Laufwerks liegt. Kommt es zu Fehlern in der Datei oder ändert man die Reihenfolge der bootfähigen Partitionen auf einer Festplatte, ohne dies in der boot.ini zu berücksichtigen, können diese Windows-Versionen nicht mehr starten, weil sie „ihre“ Partition nicht mehr finden.

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Benutzeroberfläche/-schnittstelle [user interface]

Benutzeroberfläche, die; Subst. (interface, user interface) Bestandteil eines Betriebssystems oder einer Software, die es dem Benutzer ermöglicht, mit dem Computer in Wechselwirkung zu treten. Meist wird mit einer Benutzeroberfläche eine grafische Darstellung (»grafische Benutzeroberfläche«) assoziiert, bei der die Kommunikation vor allem über Symbole, Fenster und andere grafische Elemente erfolgt. Etwas weiter gefasst stellt jede Einrichtung, die der Kommunikation mit dem Benutzer dient – also auch eine Befehlszeilen-Schnittstelle oder eine text basierende, einfache Menüsteuerung – eine Benutzeroberfläche dar. Eine Benutzeroberfläche oder Benutzerschnittstelle (Abkürzung Name ist: UI = User Interface) bezeichnet den Teil eine Betriebssystems oder Anwendungsprogramms, der die Kommunikation mit dem Anwender ermöglicht. Es ist ein System aus Hard- und Software, das dem Benutzer das Arbeiten mit einem Computer ermöglichen soll. Der ursprünglichste und einfachste UI ist die text- bzw. dialogorientierte Benutzeroberfläche (CUI = Character User Interface), wie sie durch eine Eingabeaufforderung vermittelt wird. Eine grafische Benutzeroberfläche (GUI = Graphical User Interface) erspart dem Anwender in

Benchmark

Benchmark, der; Subst. (benchmark)  Zu Deutsch »Maßstab«. Ein Test, der zur Messung der Leistungsfähigkeit von Hardware und Software verwendet wird. Bei Hardwarebenchmarks kommen Programme zum Einsatz, die die Fähigkeiten von bestimmten Hardwarekomponenten feststellen – z. B. die Geschwindigkeit, mit der ein Prozessor Befehle ausführt oder Gleitkommazahlen verarbeitet. Softwarebenchmarks ermitteln die Effektivität, Genauigkeit und Geschwindigkeit bei der Durchführung bestimmter Aufgaben, z. B. der Neuberechnung von Daten in einem Tabellenblatt. Beim Test werden immer dieselben Daten verarbeitet, so dass durch einen Vergleich der Ergebnisse Rückschlüsse darauf gezogen werden können, wie hoch die Leistungsfähigkeit eines Programms auf einem bestimmten Gebiet ist. Die Entwicklung von aussagekräftigen, objektiven Benchmarks ist sehr schwierig, da verschiedene Hardware-/Softwarekombinationen unter wechselnden Bedingungen stark divergierende Leistungswerte hervorrufen können. Nachdem ein Benchmarkverfahren zum Standard geworden ist, kommt es häufig vor, dass die Herstellerfirma ein Produkt so modifiziert, dass es im Benchmark besser als die Konkurrenz abschneidet, wobei jedoch die praxisrelevante Leistungsfähigkeit dabei nicht unbedingt erhöht wird. Mit

Benchmark-Test [„Geschwindigkeitstest]

Bei einem Benchmark-Test wird die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Hard- oder Softwarekomponenten durch entsprechende Programme bestimmt. Die meisten Benchmark-Programme konzentrieren sich auf die Geschwindigkeitsanalyse bestimmter Funktionen (z. B. 3-D-Grafik) oder Hardwarekomponenten (z. B. der Festplatte). Etwas vorsichtig muss man beim Vergleich von Benchmark-Ergebnissen sein. Denn oftmals können sie nicht ohne Weiteres von einem Computersystem zum anderen übertragen werden. Am leichtesten geht das noch mit einfachen Benchmark-Tests zur Geschwindigkeitsbestimmung von Datenträgern und Arbeitsspeicher, weil hier gut vergleichbare Übertragungswerte wie „MByte/s“ oder „GByte/s“ ermittelt werden. Aktuelle hochwertige Festplatten liefern beispielsweise Datenübertragungsraten von 80 bis 90 MByte/s (Durchschnitt liegt eher bei 50 bis 70). Freeware-Tipp: Ein beliebtes Programm zur Hardwarediagnose und Geschwindigkeitsmessung ist Sandra (Lite-Variante) von SiSoftware (www.sisoftware.net). Ein offiziell nicht mehr vertriebenes, von vielen Downloadseiten aber immer noch zur Verfügung gestelltes weiteres Programm ist AIDA32 (letzte Version 3.94.2). Dieses verfügt über ein gutes integriertes „Disk-Benchmark-Plugin-in“, mit dem man die Lesegeschwindigkeit von Festplatten unter verschiedenen