Blacklist [schwarze Liste, Sperrliste]

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Eine Blacklist ist eine Liste von Objekten, denen der Zugriff verweigert bzw. von denen keine Informationen angenommen werden. Sie werden z.B. im Bereich der E-Mail-Übermittlung und hier insbesondere im Zusammenhang mit Spam verwendet. Wird ein bestimmter Mailserver als regelmässiger Spam-Versender identifiziert, so wird seine IP-Adresse auf die schwarze Liste gesetzt. In Zukunft werden von diesem Server dann überhaupt keine Nachrichten mehr angenommen. Das ist effizienter, als weiterhin jede einzelne Nachricht auf Spamverdacht hin zu überprüfen. Eine Blacklist kann jeder Anwender selbst anlegen, in dem er z.B. einzelne Absender auf eine Liste setzt, sodass Nachrichten von diesen in Zukunft direkt gelöscht werden. Allerdings gibt es auch zentrale Blacklists – sowohl kostenlos als auch mit kommerziellem Hintergrund -, die via Internet in Echtzeit abgefragt werden können (sogenannte Realtime Blacklists). Verschiedene Antispam-Programme machen sich solche Angebote zunutze. www.spamhaus.org ist ein grosser Anbieter von Blacklists. Das Gegenteil einer Blacklist ist eine Whitelist.

Blacklists sind ein beliebtes Mittel, gerade bei der Bekämpfung von Spam. Allerdings handelt es sich dabei um ein zweischneidiges Schwert. Es kann durchaus passieren, dass Mailserver unabsichtlich bzw. ohne eigenes Verschulden auf eine Blacklist geraten. Dadurch wird die Kommunikation, die über diesen Mailserver abgewickelt wird, stark eingeschränkt. Es gab schon Fälle, wo die IP-Adressen von grossen deutschen Internetprovidern von Spam missbraucht hatten. Dadurch konten dann die Mails von Millionen unschuldiger  Anwender nicht mehr zugestellt werden. Andererseits sind solche Fälle heilsam, da die Internetprovider dadurch umso mehr darauf achten, den Missbrauch ihrer Infrastruktur zu unterbinden.

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