Suche im Computerlexikon
Bei einem BIOS-Update wird das vorhandene BIOS eines PCs durch eine neuere Version ausgetauscht. Sinnvoll wird dies, wenn beim Betrieb des PCs Probleme auftauchen (die auf das BIOS zurückzuführen sind) oder wenn durch das Update neue Geräte (v.a. Prozessoren) unterstützt werden. Performancesteigerungen durch ein BIOS-Update spielen auf modernen PCs aber quasi keine Rolle (oder höchstens durch bessere Übertaktungsmöglichkeiten). Welche BIOS-Version man hat, kann man den POST-Meldungen beim Booten entnehmen – oder den Angaben im Update-Programm des Herstellers.
Da das BIOS üblicherweise in einem EEPROM-Baustein gespeichert wird, kann man es mithilfe spezieller Updateprogramme aktualisieren. Die Prozedur sollte mit grösserer Sorgfalt als eine normale Softwareinstallation durchgeführt werden. Denn geht ein BIOS-Update schief, ist ein PC unter Umständen nicht mehr startfähig. Zur praktischen Durchführung benötigt man eine Datei mit der aktuellen BIOS-Version sowie ein spezielles Flash-Utility. Beides bekommt man i. d. R. über das Internet (vom Hersteller des PCs bzw. Mainboards).
Man sollte beim Update einige Grundregeln kennen/beachten:
- Man sollte genau darauf achten, die richtige BIOS-Version für das vorhandene Board zu verwenden. Gute Flash-Utilities überprüfen dies beim Update und warnen bei Fehlern.
- Während des Updates sollten keine anderen Programme aktiv sein und der Rechner stabil (absturzfrei) laufen. Ein Ein-/Ausschalten bzw. trennen vom Stromnetz ist unbedingt zu vermeiden.
- Vor und nach dem Update sollte man die Default-Werte (Voreinstellung Grundkonfiguration) des BIOS laden. Nach einem Neustart muss man die BIOS-Einstellungen neu konfigurieren.
- Nach Durchführung des Updates müssen einige älteres Rechner einmal richtig aus- und wieder eingeschaltet werden. Bei modernen PCs reicht ein erneutes Booten.
Moderne Mainboards verfügen oft über Schutzfunktionen wie CrashFree-BIOS- oder DualBIOS. Diese ermöglichen es, ein beschädigtes oder gelöschtes BIOS durch eine definierte Bootroutine wiederherzustellen. Ist bei PCs ohne eine solche Funktion ein Update fehlgeschlagen, hilft i. d. R. nur eine Einsendung zum Hersteller. Denn die üblichen Flash-ROM-Speicherbaustein (EEPROMs) sind zumeist aufgelötet bzw. fest integriert. Komplettausfälle bei einem BIOS-Update sind aber extrem selten geworden und beruhen zumeist auf groben Anwenderfehlern (z. B. Stromausschalten während des Updateverlaufs).