Bildbearbeitung [picture editing]

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Bildbearbeitung, die; Subst. (image editing, image enhancement)
Die Verbesserung der Qualität grafischer Darstellungen. Die Bildbearbeitung lässt sich entweder mit Hilfe von Software oder manuell über die Anwendung von Zeichenprogrammen ausführen.

Der Prozess für das Modifizieren von Bitmaps, der in der Regel in einem Bildbearbeitungsprogramm ausgeführt wird.


Unter Bildbearbeitung versteht man alle Verfahren, mit denen digital erfasste Bitmap-Grafiken im Computer bearbeitet bzw. verändert werden. Zur Erfassung dienen zumeist Digitalkameras und Scanner. Zur Bildbearbeitung benötigt man Programme wie Adobe Photoshop, Corel Ulead PhotoImpact oder das OpenSource-Programm GIMP, die im Gegensatz zu Vektorgrafik-Programmen auf die Bearbeitung von Pixeln spezialisiert sind. Vergleiche auch die Angaben bei Grafik.

Wichtige bzw. typische Bildbearbeitungsfunktionen sind:
– Änderung der Anzahl von Pixeln (Bildgröße) und der Auflösung
– Farbkorrekturen (z.B. Rot-stich herausnehmen, Sättigung von Farbtönen reduzieren)
– Änderung der Farbtiefe (auch Farbmodus genannt)
Helligkeitskorrekturen
– Zuweisen bzw. Nutzung Transparenz, zumeist in Kombination mit Bildauswahl und Bildkomposition durch Freistellen von Objekten
– Verfremdung mit speziellen Filtern bzw. Algorithmen
– Schärfen bzw. Unschärfen
– Entfernen von Rauschen
– Retusche arbeiten: Funktionen zum Malen und Klonen, um den dargestellten Inhalt in Details zu ändern (z.B. ungewünschte Elemente zu entfernen)
– Konvertierung in bestimmten Grafikformate (inkl. dafür notwendiger Anpassungen wie Kompressionseinstellungen und Farbtiefe)

Freeware-Tipp: Natürlich bietet die Freeware Szene eine Vielzahl von Programmen zur Grafikbearbeitung, insbesondere für Pixelbilder. Jedoch muss man hier recht klar sagen, dass es aufgrund der zum Teil sehr niedrigen Preise für kommerzielle Programme kaum Sinn macht, ein Freewareprogramm einzusetzen. Vor allem die älteren Versionen eines gerade aktuellen Programms bekommt man of zu Schleuderpreisen im Internet oder in den Elektronik-märkten „nachgeschmissen“. Das empfehlenswerte Corel PhotoImpact (früher von Ulead) bekommt man in älteren Versionen beispielsweise oft für rund 10 Euro. Und auch den meisten Scannern und Digitalkameras liegen brauchbare Bildbearbeitungen bei (oft abgespeckte Versionen bekannter kommerzieller Programme). Eine Freeware alternative ist GIMP (www.gimp.org), das allerdings eine sehr eigenständige Benutzeroberfläche hat und etwas schwerer zu erlernen ist. Eine andere ist Paint.NET (www.getpaint.net), das auch in Deutsch verfügbar ist. Es ist jedoch recht langsam, setzt Microsoft .NET Framework voraus und ist für Einsteiger nicht unbedingt leicht zu bedienen. Profis greifen da dann aber schon eher zu einem kommerziellen Programm. Etwas anders sieht es aus, wenn man Programme betrachtet, die auf schnelle, kleine Bearbeitung, Bildbetrachtung und Verwaltung ausgelegt sind. Hier stechen IrfanView (www.irfanview.de) und insbesondere XnView (www.xnview.de) als Empfehlung heraus und werden von vielen Anwendern oft mehr geschätzt als so manches kommerzielle Programm. Und auch Google Picasa sollte man sich anschauen (picasa.google.de). Vergleiche außerdem RAW-Bildformat und Grafikformate zu weiteren Empfehlungen.

Siehe auch:
Antialiasing
Bildverarbeitung

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