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Backupprogramme dienen der Erstellung von Sicherheitskopien (Backups). Normalerweise wird der Datenbestand einer Festplatte gesichert. Entsprechende Programme verfügen gegenüber den einfachen Kopierfunktionen über erweiterte Möglichkeiten, die Sicherungen nach bestimmten Kriterien und mit mehr Funktionen durchführen zu können. Beispielsweise: Zeitsteuerung, Filterung wie z.B. nur bestimmte Typen auf Basis der Dateierweiterung, nur geänderte Daten (seit der letzten Sicherung = Inkrementelles oder differenzielles Backup), Aufteilung des Backups in bestimmte Größen (zum Brennen auf z.B. DVD-Writer), Kompression der Daten, Ansteuern von Streamer-Laufwerken und Ähnliches. Vergleiche auch Backupstrategien.
Den meisten Windows-Versionen liegt bereits ein einfaches Backupprogramm bei. Zusätzlich gibt es die Systemwiederherstellung, die aber keine Komplettsicherung durchführt, sonder nur wichtige Systemdateien in einen „Wiederherstellungspunkt“ speichert. Sie ist dazu gedacht, beispielsweise beim Aufspielen eines fehlerhaften Treibers das System schnell wieder zum Laufen zu bekommen.

Zum Erstellen eines Systembackups (der Sicherung der Betriebssystempartition mit all ihren Konfigurationseinstellungen) sind andere Programme empfehlenswert als die, die man für ein Datenbackup (von Dokumenten) verwendet. Hier haben sich Imageprogramme wie Acronis True Image bewährt. Zentrale Voraussetzung für eine einfache, problemlose Sicherung von Systembackup und Datenbackup ist eine Trennung von System und Dokumenten in verschiedene Partitionen. Vergleiche dazu die weiteren Informationen bei Partition, Festplattenverwaltungsprogramme und Imageprogramme. Vergleiche auch die Möglichkeit, Festplatten als Backup-medium extern über USB oder eSATA anzuschließen. In der Praxis sind solche externen Festplatten als Backuplösung sehr beliebt. Entsprechende leicht zusammenbaubare Gehäuse (z.B. mit USB-Anschluss) bekommt man im Handel schon für ca. 25 bis 30 Euro – genauso wie auch grosse Festplatten zunehmend günstiger werden bzw. sind.
Zur Durchführung eines Datenbackups (Dokumente) nimmt man entweder herkömmliche Backupanwendungen oder – empfehlenswerter – Programme, die in der Lage sind, den Inhalt zweier Datenträger exakt zu spiegeln bzw. zu synchronisieren. Sie überprüfen den Datenbestand eines Quelllaufwerks auf jede Änderung, vergleichen diese mit einem gewünschten Zielllaufwerk (z. B. einer externen Festplatte oder einem freigegebenen Laufwerk im Netzwerk) und übertragen auf das Ziellaufwerk exakt alle Änderungen (inklusive neuer Verzeichnisse, Löschungen, geänderter oder zusätzlicher Dateien). Da nach einer allerersten, grossen Spiegelung nur noch Änderungen zwischen Quelle und Ziel abgeglichen werden müssen, ist anschliessend jeder einzelne Backupablauf in kürzester Zeit erledigt. Im Fall eines Defekts des Originals findet man auf dem Ziel- bzw. Backuplaufwerk eine sofort einsetzbare 1:1-Kopie, ohne dass man ein aufwendiges Restore durchführen müsste. Die Kombination aus einer zusätzlichen Backupfestplatte und einem solchen Spiegel bzw. einer solchen Synchronisation hat sich für Privatanwender als die ideal bzw. praktischste Backuplösung erwiesen. Zusätzlich kann man besonders wichtige Daten zur langfristigen Archivierung noch per DVD-Writer sichern.