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- Atom ist die Bezeichnung für einen im Jahr 2008 eingeführten vollständig x86-kompatiblen Prozessor von Intel für kleine, energiesparende, ultramobile Geräte. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten mit Taktungen von 800 MHz bis 2,0 GHz. Hervorstechendes Merkmal ist der geringe Stromverbrauch (Thermal Design Power). Die Topmodelle unterstützen Hyperthreading. Atom-Prozessoren verfügen über 512 oder 1.024 KByte L2-Cache, erweiterte SIMD-Befehle (SSE3) und sogar über eine Virtualisierungsunterstützung für PC-Emulatoren. Die jüngeren Varianten integrieren Grafikprozessor und Speicherkontroller in den Prozessorkern, wodurch Platz- und Strombedarf nochmals gesenkt werden.
- Vergleichbar zu RSS und mit dem Ziel, als dessen Nachfolger anzutreten, ist Atom ein XML-basiertes Format, um Metadaten für Webseiten zur Verfügung zu stellen. Wie bei RSS handelt es sich bei den Metadaten üblicherweise um kleinere Nachrichteneinheiten (News), die regelmäßig aktualisiert werden und durch entsprechende (Atom-fähige) Programme gelesen bzw. abonniert werden können. Diese Nachrichten können selbst Inhaltselemente enthalten, üblich sind aber nur „Headlines“ mit dazugehörigen Verknüpfungen (Hyperlinks) auf die eigentlichen Nachrichten einer Webseite. Da das Format plattformunabhängig ist, kann es auf allen Betriebssystemen von den Programmen verwertet werden, die den Standard unterstützen. Am gängigsten sind natürlich die aktuellen Webbrowser selbst, von denen der Internet Explorer Atom aber erst ab Version 7 unterstützt. Ebenfalls in Anlehnung an den RSS üblichen Sprachgebrauch spricht man von Newsfeeds bzw. kurz nur von Feeds, weil das Atom-fähige Endprogramm mit den Nachrichten quasi „gefüttert“ wird.Der Hauptgrund für die Entwicklung eines weiteren Newsfeeds-Standars dürfte in der mittlerweile bestehenden nicht zufriedenstellenden Formatvielfalt von RSS liegen – insbesondere weil nicht alle RSS-Varianten auf XML basieren. Demgegenüber ist Atom vollständig standardisiert und im RFC 4287 als offizieller Internetstandard anerkannt. Außerdem können, als wesentlicher Vorteil gegenüber RSS, auch richtige Inhalte mit übermittelt werden, deren Art eindeutig gekennzeichnet werden kann (über ein entsprechendes type-Attribut).£Viele Webseiten – wie beispielsweise die bekannt IT-Newsseite „heise online“ – bieten Feeds mittlerweile in zwei Formaten an, nämlich RSS (dann meist im RDF-Format) und Atom. Wenn verfügbar, sollte man Atom nutzen. Beim Internet Explorer werden Feeds über ein vom Firefox-Browser übernommenes Symbol abonniert und lassen sich dann über den neuen Favoriten-Manager verwalten. Wie bei RSS auch ist das Abonnieren von Feeds aber erst mit zusätzlichen Programmen sinnvoll, insbesondere kleinen Widgets/Gadgets, die auf dem Desktop oder über eine Sidebar als frei schwebende Elemente dargestellt werden. So hat man jederzeit einen Überblick über die News durch die eingeblendeten Headlines und kann bei Interesse durch einen einzelnen Klick die eigentliche Nachricht dann im entsprechenden Browser aufrufen.