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Das „Adress-Auflösungsprotokoll“ ARP dient in Netzwerken auf TCP/IP-Basis (also dem Internet und gängigen, modernen LANs) dazu, die IP-Adressen von einzelnen Rechnern und Geräten in die eigentlichen Hardwareadressen aufzulösen – üblicherweise in die sogenannte MAC-Adresse (vgl. Grundlagen dazu unter Netzwerkadresse). Das ARP ist also derjenige Teil der Netzwerkprotokolle, der letztendlich dafür sorg, dass die Datenpakete auch tatsächlich zu ihrem richtigen Empfänger kommen. Denn während IP-Adressen ja nur virtuell, per Softwarvergeben werden ist, eine MAC-Adresse fest einem bestimmten Gerät (normalerweise einer Netzwerkkarte) zugewiesen.
| Tuning-Tipp: ARP benutzt einen Zwischenspeicher (Cache) um aufgelöste Adressen abzulegen. Das beschleunigt den Zugriff auf häufiger verwendete Rechner. Der Cache trägt zur Entlastung des Datenverkehrs in einem Netzwerk bei, weil er die Zahl der Rundsprüche (Broadcasting) verringert. Primär werden die Adressen im ARP-Cache dynamisch gespeichert, d.h. sie werden bei Nichtbenutzung schnell wieder gelöscht (da der Cache auch nur eine begrenzte Größe hat. Das Löschen passiert auf den meisten TCP/IP-Systemen (z.B. unter Windows) nach zwei Minuten. Wird eine Adresse innerhalb dieser zwei Minuten erneut verwendet, verbleibt sie für zehn Minuten im Cache. Ist der Cache voll, werden die ältesten Einträge gelöscht. Auf Windows-Systemen ist es möglich, in den Cache dauerhafte (statische) Einträge aufzunehmen. Blei kleinen Netzwerken bietet sich dies als Tuning-Maßnahme an, um die (Erst-)Zugriffe im Netz zu beschleunigen. Bei großen Netzwerken wäre der administrative Aufwand dafür jedoch zu hoch. Unter Windows ist der Netzwerkbefehl arp für das Auslesen des Cache und statische Einträge zuständig. Durch arp -a kann man sich den Inhalt des Cache anzeigen, lassen. (Achtung: Zuvor muss man auf den gewünschten Rechner übers Netz zugreifen. ) Durch den Schalter -s kann man dann einzelne Adressen statisch aufnehmen. Wie die Syntax des Befehls dazu genau lautet, entnehme in dem unten dargestellten Fenster. Dazu muss die Eingabeaufforderung von Windows aufgerufen werden. Noch ein letzter Hinweis: Die Einträge gelten leider nur für eine Sitzung. Startet man den Rechner neu, gehen sie wieder verloren. Mann kann den Befehl jedoch in eine kleine Stapeldatei/Batchdatei schreiben, die man über die Autostart-Funktion von Windows aufruft. Damit wirkt die Tuning-Maßnahme dann sozusagen dauerhaft. |
| c:\>arp -a Schnittstelle: 192.168.0.2 on Interface 0x1000003 Internetadresse Physikal. Adresse Typ 192.168.0.3 00-30-84-78-6a-ac dynamischc:\> arp -s 192.168.0.3 00-30-84-78-6a-ac c:\> arp -aSchnittstelle: 192.168.0.2 on Interface 0x1000003 Internetadresse Physikal. Adresse Typ 192.168.0.3 00-30-84-78-6a-ac statisch |
Eine IP-Adresse wird (nach einem Zugriff übers Netz) zuerst dynamisch aufgelöst. Mit arp -s IP-Adresse MAC-Adresse kann man den PC dann fest in den Cache speichern. Mit arp -d IP-Adresse könnte man in wieder löschen.