Aktivierung

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Kommerzielle Software muss nach dem Erwerb und der Installation häufig noch aktiviert werden. Hierzu werden der Lizenzschlüssel und einige Dateien zur Hardware- und Softwarekonfiguration des PCs an den Softwarehersteller übermittelt. Anschließend wird die Software „freigeschaltet“. Ohne diese Aktivierung würde das Programm nicht nur für einen bestimmten Testzeitraum oder aber nur mit begrenztem Funktionsumfang arbeiten. Hintergrund der Aktivierung ist der Kampf gegen Raubkopien. Das Aktivieren via Internet ist wesentlich effektiver als das Verwenden einfacher Lizenzschlüssel, die lokal am PC eingegeben werden. Durch das Aktivieren wird eine Lizenz mit einem konkreten PC verknüpft. So kann sichergestellt werden, dass ein Lizenzschlüssel z.B. wirklich nur ein Mal eingesetzt wird und nicht mit einer Lizenz dieselbe Software auf mehreren PCs verwendet wird.

Kritikpunkt bei Aktivierungsverfahren ist immer wieder der Datenschutz, da im Rahmen der Aktivierung verschiedene individuelle Daten übermittelt werden und nicht alle Hersteller offen legen, welche Daten sie erheben und wie diese verwendet werden. Generell geht es dabei vor alle um die Konfiguration des PCs, also Hardware-IDs und Seriennummern. Allerdings ist z.B. die MAC-Adresse des eingebauten Netzwerkadapters weltweit eindeutig und kann dazu verwendet werden, den Nutzer immer wieder zu identifizieren. Problematisch ist das Verknüpfen einer Lizenz mit Hardware auch dann, wenn z.B. im Rahmen einer Aufrüstung Umbauten an der Hardware erfolgen.

Die Aktivierung bei Windows
Wenn an der Hardware des PCs Veränderungen vorgenommen werden, ist bei Windows eventuell eine erneute Aktivierung erforderlich. Dies hängt vom Umfang der Umbaumaßnahmen ab. Ein Austausch der Grafikkarte oder ein Speicherausbau für sich genommen erfordern noch keine Neuaktivierung. Kommen aber mehrere solcher Maßnahmen zusammen oder werden gar Mainboard und/oder Festplatte ausgetauscht, geht Windows von einem neuen System aus und verlangt eine Reaktivierung. Einmalig ist dies in der Regel kein Problem, aber mehrmalige Reaktivierung können nicht mehr online, sondern nur noch telefonisch und nach Rechtfertigung vorgenommen werden.

Wann genau eine erneute Aktivierung erfolgreich ist, können Sie nach einem komplexen, aber durchaus logischen System selbst ausrechnen. Nach der ersten Aktivierung startet der Hardware-wert bei 35. Änderungen an den verschiedenen Komponenten verringern ihn jeweils um einen bestimmten Wert (siehe Tabelle).

Die kritische Grenze liegt bei 26. Fällt der Wert darunter, ist eine erneute Aktivierung erforderlich. Beachtenswert ist dabei, dass der Austausch des Mainboards beiden Komponenten eine Neuaktivierung erforderlich machen können. Die restliche Hardware wird im Vergleich dazu sehr tolerant behandelt. Wer allerdings das Pech hat, sein Mainboard wegen eines Defekts tauschen zu müssen und dann später die Festplatte durch ein grösseres Modell ersetzen will, der kommt um eine erneute Aktivierung nicht herum.

Veränderte Hardwarekomponente Punktewert
Festplatte (Kriterium: Seriennummer) 11
Motherboard (Kriterium: BIOS-ID) 9
DIE/SATA-Adapter 3
Prozessor 3
Soundkarte 2
Netzwerkkarte 2
SCSI-Adapter 2
CD/DVD-ROM- oder CD-RW-Laufwerk 1
Grafikkarte 1
Arbeitsspeicher (Kriteruim: Gesamtmenge) 1
Neue Aktivierung erforderlich ab: 26

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