AGP (Accelerated Graphics Port)

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AGP ist die Abkürzung für »Accelerated Graphics Port«, zu Deutsch »beschleunigte Grafikschnittstelle«. AGP wurde von Intel entwickelt für die Hochleistungsbusspezifikation, die insbesondere für schnelle und qualitativ hochwertige Bildsequenzen vorgesehen ist, vor allem 3D-Animationen und Video. AGP basiert auf einer reservierten Direktverbindung zwischen dem Grafikkartencontroller und dem Arbeitsspeicher des Computers. Auf diese Weise können die Grafikdaten direkt zwischen dem Arbeitsspeicher und dem Bildspeicher der Grafikkarte übertragen werden. Dadurch werden schnellere und flüssigere Bewegungen ermöglicht als bei herkömmlichen Systemen, bei denen die Daten über den standardmäßigen Bus (in der Regel PCI-Bus) übertragen werden. Ein weiterer Vorteil des AGP ist, dass sich komplexe Bildelemente wie Texturen im Computerarbeitsspeicher ablegen lassen. Bei herkömmlichen Grafikkarten mussten derartige Elemente dagegen aus Geschwindigkeitsgründen im Bildspeicher der Grafikkarte gespeichert werden; entsprechend groß musste dieser ausfallen. AGP-Grafikkarten kommen folglich mit einem kleineren Bildspeicher aus. Die ursprünglich erste Taktfrequenz des AGP lag bei 66 oder 133 MHz (der PCI-Bus arbeitete lediglich mit 33 MHz). Die Übertragungsgeschwindigkeit erreichte bis zu 533 Megabyte pro Sekunde. Zur Nutzung von AGP wird neben einer AGP-Grafikkarte eine spezielle Systemplatine mit AGP-Chipsatz benötigt.


Bei AGP (engl. Abk. f. beschleunigter Grafikanschluss) handelt es sich um einen von Intel mit dem Pentium-II im Herbst 1997 eingeführten Hochgeschwindigkeits-Bus für die Grafikausgabe bei PCs. AGP ist eine Erweiterung des PCI-Busses und beschleunigt v.a. die Darstellung von 3-D-Grafiken. Davon profitieren speicherintensive Texturen, die schnell mit dem Hauptspeicher des PCs ausgetauscht werden müssen und für eine realistischere Darstellung von Oberflächen sorgen. Gegenüber dem PCI-Bus bietet AGP ansonsten für den normalen Arbeitsgebrauch (z.B. bei Office-Anwendungen) weniger Geschwindigkeitsvorteile.

AGP ist an den PCI-Bus gekoppelt und arbeitet mit 66-MHz-Taktung (statt 33 MHz bei PCI). Im Gegensatz zum PCI-Bus können bei AGP Datenpakete nicht nur an den steigenden, sondern auch an den fallenden Signalflanken übertragen werden. Für den 1x-Modus sind das 2 x 132 MByte/s = 264 MByte/s, bei 2x dann 528 MByte/s und so weiter. Während der Geschwindigkeitsunterschied zwischen AGP 1x und AGP 2x bei Spielen noch deutlich zu merken war, brachte der Umstieg auf 4x deutlich weniger. 8x-AGP bringt fast keine Vorteile. Zumal mit Erreichen dieser Spezifikation der AGP-Bus ausgereizt war und auf den Nachfolger PCI Express umgestellt wurde.

Egal ob AGP oder PCI Express: Nach wie vor ist bei aufwendiger 3-D-Darstellung die Zugriffsgeschwindigkeit auf den Arbeitsspeicher des Rechners das entscheidende Nadelöhr. Auf hohe Leistung bedachte 3-D-Grafikkarten verwenden daher immer noch reichlich eigenen Grafikspeicher und entkoppeln sich möglichst stark von der Abhängigkeit zum Grafikbus. Das hat sich auch mit Einführung von PCI Express nicht geändert, wird aber insbesondere mit modernen Hauptspeichertypen wie DDR3-RAM zunehmend besser.

Beim AGP-Pro-Standard handelt es sich um keine Geschwindigkeitsvariante, sondern um eine Lösung zur besseren Stromversorgung leistungshungriger Grafikkarten. Dazu verfügt ein AGP-Pro-Slot am linken oberen Ende über 2 x 10 zusätzliche Kontaktpins zur Stromversorgung. Nutzen normale AGP-Karten diese nicht, bleiben die Kontakte durch einen Bügel geschützt. Weit verbreitet hat sich AGP Pro aber nicht.

Sein Sommer 2004 ist das Ende von AGP besiegelt, denn unter der Führung von Intel wurde PCI Express als Nachfolgestandard in breiter Front auf dem Markt eingeführt. Moderne Mainboards für aktuelle Intel- und AMT-Prozessoren verwenden durchgehend PCI Express. Inzwischen gibt es kaum noch AGP-Grafikkarten zu kaufen, in Gebraucht-PCs findet man sie aber noch regelmäßig.

Der etwas bordeaux/rötliche Slot oben, das ist der AGP-Slot. In der Regel sind die AGP-Slots braun gefärbt und man erkennt es mit einem Blick. Rechts des AGP-Slots sieht man den weißen Schutzbügel für die Stromkontakte des AGP-Slots, die der Stromversorgung dienen. Die zwei weißen Slots unterhalb sind PCI-Slots welche später eingeführt wurden.

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