Acrobat/Adobe Reader/PDF

Skip to main content
Du befindest dich hier:
Drucken

Unter dem Markennamen Acrobat vertreibt die Softwarefirma Adobe (www.adobe.de) ein kommerzielles Programmpaket, das zur Erzeugung und Bearbeitung von Dokumenten im systemunabhängigen – auf PostScript basierenden – PDF-Format verwendet wird. Zur Ansicht dieses wichtigen Dokumentenformats dient das kostenlose Programm Adobe Reader. Grundlagenkenntnisse zu Post-Scripts sind zum Verständnis der Fähigkeiten bzw. des Einsatzes von Acrobat und PDF sehr hilfreich. Siehe daher möglichst die ausführliche Infos dazu in dem entsprechenden Artikel.

Ausgangsbasis für die Entwicklung des PDF-Formats war der Wunsch, Dokumente, die mit verschiedenen Programmen bzw. nach verschiedenen Layout Standards erstellt werden, auf anderen Systemen ohne Vorhandensein des Originalprogramms einheitlich und korrekt darstellen zu können. Dies ist wichtig, um elektronische Prospekte, Broschüren, Handbücher etc. vertreiben zu können. Ein auf PostScript aufbauendes Dokumentenformat, wie es PDF darstellt, bietet dazu optimale Voraussetzungen. Aufgrund dieser Fähigkeiten hat sich PDF zum Quasi-Standard für elektronische Dokumente bzw. E-Books entwickelt. PDF-Dateien werden außerdem auch als Vorlagen für die Belichtung bzw. Ausgabe im Offsetdruck verwendet.

Praxis-Tipp: Im Internet gibt es viele Informationen in Form von PDF-Dateien. Viele Internetsuchdienste suchen standardmäßig nur nach Webseiten im HTML-Format. Eine Ausnahme bildet Google (www.google.de), wo man gezielt anweisen kann, nur in PDF-Dateien zu suchen. Vgl. dazu Internetrecherche.

Zur Ansicht von PDF-Dateien dient, wie schon erwähnt, der Adobe Reader, der bis Version 5 Acrobat Reader hieß. Wenn von „Acrobat“ gesprochen wird, ist damit oft nicht das kostenpflichtige Programm zur Erstellung und Bearbeitung von PDF-Dateien gemeint, sondern der Reader. Aus diesem Grund hat Adobe den Reader ab Version 6 in Adobe Reader umbenannt. Der Reader steht für fast alle Betriebssysteme zur Verfügung und kann kostenlos unter www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html heruntergeladen werden. Zur Unterstützung von PDF-Dateien mit neuen Funktionen ist es empfehlenswert, jeweils die aktuellsten Version zu benutzen. Neuere Versionen haben außerdem oft eine bessere Darstellungsqualität. Ein weiterer, wichtiger Update-Grund sind zahlreiche in der Vergangenheit aufgetretene Sicherheitslücken! Man kann sich als theoretisch ein schädliches Programm „einfangen“, wenn man eine entsprechend präparierte PDF-Datei mit einer nicht aktuellen Adobe-Reader-Version öffnet. Da PDF-Dateien oft auf Webseiten zu finden sind, ist das ein sehr kritisches Einfallstor für Schadprogramme!

Freeware-Tipp: Wem der Adobe Reader zu „überladen“, zu langsam und eventuell aufgrund der Sicherheitslücken zu unsicher geworden ist, der kann auch auf die Freeware alternative Foxit Reader zurückgreifen (www.foxitsoftware.com). Der Foxit Reader kann direkt ohne Installation ausgeführt werden, was für USB-Sticks nützlich ist, und der er ist besonders schnell. Dafür unterstützt er nicht alle Funktionen des Originals. Eine weitere Möglichkeit zum Tuning des Adobe Reader ist das Freewareprogramm Adobe Reader Speedup (http://software.bootblock.co.uk/). Es nutzt das Prinzip des Adobe Readers, zahlreiche erweiterte Funktionen über Plug-ins zu realisieren, die bei jedem Programmstart zeitaufwendig geladen werden müssen. Da die meisten dieser Plug-ins nur zum einfachen Betrachten üblicher PDF-Dateien nicht notwendig sind, kann man sie in ein anderes Verzeichnis verschieben, was den Start des Programms tatsächlich deutlich beschleunigt. Das genannte kleine Programm führt diese Maßnahme auf Mausklick aus – und kann auf Wunsch auch den Originalzustand wiederherstellen.

Zur Erzeugung und Bearbeitung von PDF-Dokumenten stellt Adobe das Programmpaket Acrobat zur Verfügung, das allerdings (je nach Version und Update) mit einigen Hundert Euro recht teuer ist. Wer aber keine PDF-Bearbeitungsfunktionen braucht, kann ohne Probleme eine Freeware Lösung einsetzen (siehe weiter unten). Acrobat sowie vergleichbare Alternativen installieren sich als Druckertreiber im System, der die Erzeugung von PDF-Dateien aus jedem Programm durch simple Druckausgabe ermöglicht. Programm, die selbst in der Lage sind, beim Drucken nativen PostScript-Code zu schreiben, können meist selbst PDF-Dateien erzeugen (oft bei Vektorgrafik- und DTP-Programmen zu finden).

Das eigentliche „Hauptprogramm“ von Acrobat dient weniger der Erstellung von PDF-Dateien als vielmehr ihrer Bearbeitung. Mit der Pro-Variante können zudem PDF-basierte Formulare erzeugt werden. Solch PDF-Formulare lassen sich auch mit dem Adobe Reader am Bildschirm ausfüllen und dann ausdrucken. Jedoch können die ausgefüllten Formularinformationen nicht mit bzw. vom Reader abgespeichert werden – dafür benötigt man erneut das Acrobat-Hauptprogramm. Für Anwender aus dem Bereich Grafik/Design/Druckgewerbe dürfte wichtig sein, dass die Pro-Version (nicht die Standardvariante) von Acrobat über Funktionen zur Preflight-Überprüfung und zum Erzeugen von PDF/X-Dateien verfügt (Erweiterung mit Zusatzinformationen für Druckereien und ähnliche Dienstleister). Außerdem gibt es eine Funktion zum Erzeugen von PDF-Dateien aus Webseiten (Webcapture genannt) und aus eingescannten Dokumenten (Papercapture genannt). Letztere basiert auf einer Schrifterkennung (OCR) und erzeugt aus dem Scan eine PDF-Datei, in der die Textinformationen durchsuchbar sind.

Freeware-Tipp: Wenn es im Wesentlichen um das Erstellen und weniger um das Bearbeiten von PDF-Dateien geht, gibt es neben den kostenpflichtigen Acrobat-Versionen viele preiswerte kommerzielle Alternativen, aber auch gute Freeware Lösungen. Ein in vielen Bereichen an die Fähigkeiten von Acrobat heranreichender kommerzieller Konkurrent inklusive PDF-Bearbeitungsfunktion ist Jaws PDF-Creator (www.jawspdf.com). Die meisten der zum Erstellen von PDFs durchaus guten Freeware-alternativen basieren auf dem bekannten Post-Script-Interpreter Ghostscript (vgl. PostScript). Es gibt eine große Menge solcher Freeware Lösungen, die sich überwiegend in der Konfigurationsoberfläche zur Feineinstellung der PDF-Parameter unterscheiden. Ein gutes Open-Source-Produkt ist der PDF-Creator (sourceforge.net/projects/pdfcreator oder www.pdforge.org). Es ist mit deutscher Benutzeroberfläche verfügbar und kann für kleine Arbeitsgruppen in einem Servermodus laufen, sodass es nur auf einem Computer installiert werden muss. Eine Alternative dafür ist der CutePDF-Writer (www.cutepdf.com) Freeware zum Editieren von PDF-Dateien gibt es leider wenig, hier ist man besser beraten, ca. 50 Euro für einen günstigen Editor von Jaws, Foxit-Software (www.foxitsoftware.com/pdf/pe_intro.php) oder CAD-KAS (www.cadkas.de) auszugeben. Linux-Nutzer haben es etwas besser, dort gibt es kostenlose PDF-Editoren (z.B. PDFedit, pdfedit. petricek.net). Für Windows gibt es aber Freeware Programme für kleinere Bereiche aus dem Funktionsumfang einer Acrobat-Vollversion wie BeCyPDFMedaEdit (Metadaten von PDF-Dateien ändern, www.becyhome.de), PDF-Analyzer- Pro (Metadaten und Eigenschaften anzeigen, www.is-soft.de/prod10.htm), PDF Image Extraktion Wizard (Bilder aus einer PDF-Datei extrahieren, www.rlvision.com), PDF Blender (PDF-Dateien verbind, www.spaceblue.com/pdfblender), Gios PDF Splitter and Merger (trennt und verbindet PDF- Dateien, www.paologios.com), SpeedPDF Stamp und Page Numberer, („Stempeln“, Grafiken, Text oder Seitenzahlen auf jeder Seite einfügen, www.sybrex.com/prodcuts) und Tweak PDF (Anzeige beim Öffne bestimmen, www.coolpdf.com/products.html).

Kommentar hinterlassen